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23. Juni bis 21. Oktober 2012

GOLD UND BLEI

Byzantinische Kostbarkeiten aus dem Münsterland

 

Ausstellungsort: Ikonen-Museum

 

Zum Auftakt der neu gestalteten Museumsräumlichkeiten im Ikonen-Museum Recklinghausen werden in dieser Ausstellung die Ergebnisse eines Projekts am Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster präsentiert. Im Mittelpunkt stehen byzantinische Objekte aus dem Archäologischen Museum der Universität Münster, dem Ikonen-Museum Recklinghausen sowie Privatsammlungen, welche überwiegend zum ersten Mal wissenschaftlich bearbeitet un der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Fokus liegt auf zwei Werkstoffen, die den byzantinischen Alltag prägten: Gold und Blei. War Gold das wertvollste und mit der kaiserlichen Macht assoziierte Metall, so stellte Blei ein einfaches und leicht zu verarbeitetendes Material dar. Anliegen dieses Vorhabens ist es, diese Spannung zu visualisieren.

Die Kreuzessymbolik zieht sich als ein weiterer roter Faden durch die Ausstellung. Nach dem Sieg des Kaisers Konstantin an der Milvischen Brücke (312) wurde das Kreuz zu dem christlichen Zeichen in allen Bereichen des Lebens. Neben Goldmünzen und Bleisiegeln werden Gegenstände aus dem liturgischen und täglichen Gebrauch (Prozessionskreuze, Lampen, Pilgerampullen, Reliquiarkreuze) präsentiert. Die Exemplare werden in zweierlei Hinsicht kontextualisiert: Zum einen werden sie in Beziehung zu den im Museum gehängten Ikonen gesetzt (z.B. die Kreuzsymbolik, Kreuzauffindungslegende, Konstantin und Helena) und zum anderen werden Berührungspunkte mit der Münsterländer Umgebung herausgearbeitet (Vergleich der Münzprägungen, diplomatische Beziehungen zum byzantinischen Reich).