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13. August bis 1. Oktober 2006

BEYOND ICONS

Ikonen - Jawlensky - Jachens

 

Ausstellungsort: Ikonen-Museum

 

In der Gegenüberstellung von Ikonen mit Werken von Alexej von Jawlensky (1864-1941) und Edda Jachens (*1960 in Bremen) zeigt sich die Verbindung der orthodoxen Heiligenbilder zur Moderne.

Edda Jachens arbeitet "konkret". Einerseits im historischen Sinne, der sich geometrischer Muster bedient. Formen und die zugeordneten Farben bedeuten "nichts außer sich selbst", wie es Mondrian und van Doesburg in den 1920er Jahren formuliert hatten. Anderseits hat die Künstlerin die "strengen" Konstruktionsmuster im Spätwerk von Alexej von Jawlensky und von Ikonen analysiert: eine Seelenverwandtschaft entstand. Die Überlagerung der Formen durch eine Paraffinschicht, der "Entfernungsprozeß" (Eugen Gomringer), die Entmaterialisierung schwingen auf der gleichen Ebene des Transzendenten, die sowohl den Ikonen als auch den "Meditationen" Jawlenskys eigen sind.

Ingo Bartsch

 

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