Aktuell

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Aufbau "Kriegerheilige" beginnt am 1. September

 

Am 1. September startet der Aufbau der neuen Sonderausstellung "Von Drachenkämpfern und anderen Helden. Kriegerheilige auf Ikonen", die am 1. Oktober eröffnet wird.

 

Im Zuge der Arbeiten kann es zu Einschränkungen beim Zugang der Dauerausstellung im Bereich des 1. Obergeschosses (Abteilung "Ikonen von Heiligen") kommen. Wir bitten deshalb um Ihr Verständnis.

Symeon Stylites, Russland, 17. Jh.

"Ikone des Monats" September: Symeon Stylites

 

Das orthodoxe Kirchenjahr beginnt am 1. September mit dem Gedenktag des hl. Styliten (Säulenheiligen) Symeon des Älteren (389–459). Er wird als der erste Säulenheilige verehrt, da er mehrere Jahrzehnte in strenger Askese und schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt auf einer Säule lebte, um Gott nahe zu sein. Diese Säule soll ca. 18 Meter hoch gewesen sein und verfügte über eine ca. 2 Quadratmeter große Plattform, die Symeon bis zu seinem Tode niemals verließ. Von dort aus predigte er den Scharen von Pilgern, die aus der ganzen christlichen Welt zu ihm strömten. Sogar Kaiser Theodosios II. kam zu Symeon und ließ sich von ihm beraten.

Nach seinem Tod ließ Kaiser Zeno in den Jahren 476–490 ein großes Pilgerzentrum mit vier kreuzförmig um die Säule Symeons gruppierten Basiliken bauen. Es wurde Qal’at Sem’an (Festung Symeons) genannt und befindet sich im Nördlichen Kalksteinmassiv in Syrien.

 

 

Hier finden Sie alle "Ikonen des Monats" zum Nachlesen

Verlängerte Öffnungszeit zur Orgelnacht

 

Am 17. September findet die traditionelle Orgelnacht in der Propsteikirche St. Peter statt.

Aus diesem Anlass hat das Ikonen-Museum bis um 22:30 Uhr geöffnet.

Ab 18 Uhr ist der Eintritt außerdem frei.

Muttergottes aus einer Deesis, Russland (Moskau), 2. Viertel 16. Jh.

Großzügige Schenkung zum 60-jährigen Jubiläum

 

Das Ikonen-Museum Recklinghausen konnte aus Anlass seines 60-jährigen Jubiläums eine großzügige Schenkung des Fördervereins des Museums, der Gesellschaft EIKON e.V., entgegen nehmen: Die Ikone „Muttergottes aus einer Deesis“ ist nahezu 500 Jahre alt und komplettiert ein Ensemble von russischen Ikonen, die bereits zum „Urbestand“ des Museums gehörten.

Es war eine große Überraschung, als ein niederländischer Ikonen-

händler vor Kurzem dem Ikonen-Museum eine schmale Ikone der Muttergottes anbot, die er auf einer Auktion erworben hatte und feststellte, dass sie zu einer kleinformatigen Deesis (einer Fürbittreihe) gehörte, von der das Ikonen-Museum bereits drei Tafeln besitzt. Bereits 1955 waren die Ikonen von Johannes dem Täufer und den Aposteln Petrus und Paulus angekauft worden. Schon vor vielen Jahren entdeckte die Kustodin des Ikonen-Museums, Dr. Eva Haustein-Bartsch, eine Ikone des thronenden „Christus Pantokrator“ in der Sammlung des Prager Nationalmuseums, die ursprünglich das Zentrum dieser Reihe bildete. Die Muttergottes und Johannes der Täufer wenden sich Christus von beiden Seiten zu, um Fürbitte für die Menschen am Jüngsten Gericht einzulegen, gefolgt von den Erzengeln Michael und Gabriel (deren Verbleib bisher unbekannt ist) und den Aposteln Petrus und Paulus. Eine solche, noch um weitere Heilige erweiterte Deesisreihe bildet mit oft meterhohen Ikonentafeln das ideelle und kompositorische Zentrum der Bilderwände (Ikonostasen) orthodoxer Kirchen. Die nur knapp 20 cm hohen Täfelchen aus dem Ikonen-Museum waren dagegen wohl für den privaten Gebrauch bestimmt.

Hl. Erzbischof Feodosij von Černigov, Russland (Mstera), um 1900

Neuerwerbung ist eine herausragendes Beispiel der Ikonenmalerei um 1900

 

In der Mitte der neu erworbenen Ikone steht der hl. Erz­­bi­schof Feodosij von Černigov (oder ukrainisch: Černihiv) in einem prächtigen Bischofsornat mit Mitra und Bischofsstab. Er wurde während der Regierungszeit des letzten russi­schen Zaren Nikolaus II. im Jahre 1896 kanonisiert und erlangte danach enorme Popularität. Geboren wurde er in den 1630er Jahren im Gouvernement von Podol'sk als Sohn eines Priesters. Er studierte im Kiever Brüder­kollegium beim dortigen Theo­­phanie-Kloster. In jener Zeit war es das Hauptzentrum der Orthodoxen im Kampf gegen die Jesuiten, welche den Katholizismus und die Union verbreiten wollten. Nach Ende seines Studiums wurde er im Höhlenkloster von Kiev zum Mönch geweiht. Nach mehreren Stationen in verschiedenen Klöstern der heutigen Ukraine wurde er 1692 in Moskau zum Erzbischof von Černigov geweiht. In seiner Amtszeit erneuerte und gründete er eine Reihe von Klöstern in seinem Sprengel und kümmerte sich besonders um die Ausbildung des Klerus. Am 6. Februar 1696 starb Feodosij und wurde in der Kathedrale der hll. Boris und Gleb in Černigov beigesetzt und genau 200 Jahre später heiliggesprochen.

Im Hintergrund ist links das Collegium von Černigov dargestellt, das ehe­mals zum dortigen Boris- und Gleb-Kloster, der Residenz der Erzbischöfe von Černigov, gehörte, in dem der hl. Feodosij bestattet wurde. Das in der zweiten Hälfte des 17. Jahr­hunderts erbaute zweistöckige Gebäu­de war ursprünglich ein Refektorium und erhielt 1700–1702 einen Glockenturm. Auf der rechten Seite ist die Verklärungskathedrale von Černigov wieder­geben, die 1036 errichtet wurde und somit die älteste Kathedrale der Kiever Rus' ist. Die beiden markanten Türme stammen jedoch größtenteils aus der Zeit von 1770 und 1799, als die Kirche nach einem Brand restauriert wurde.

Die Ikone ist ein besonders herausragendes Beispiel der Ikonenmalerei aus der Zeit um 1900 und könnte von einem der bedeutendsten Maler dieser Zeit im Malerdorf Mstera geschaffen worden sein.

Ausstellungsraum im Ikonen-Museum damals ...
... und heute.

60 Jahre Ikonen-Museum Recklinghausen

 

In diesem Jahr feiert das Ikonen-Museums sein 60-jähriges Bestehen. 1956 erwarb die Stadt Recklinghausen zwei bedeutende Ikonensammlungen, die kurz zuvor im Rahmen einer Ausstellung in der städtischen Kunsthalle zu sehen waren. Der Ankauf gilt als die Geburtsstunde des Ikonen-Museums, welches bis heute im historischen Gebäude der ehemaligen Turmschule im Stadtzentrum von Recklinghausen beheimatet ist. Damals, zur Eröffnung, startete man mit 220 Ikonen. Heute umfasst die bedeutendste Sammlung für ostkirchliche Kunst außerhalb der orthodoxen Länder mehr als 3500 Exponate.

Der Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist die Sonderausstellung „Von Drachenkämpfern und anderen Helden. Kriegerheilige auf Ikonen“, die ab dem 2. Oktober im Ikonen-Museum zu sehen sein wird. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.

 

Infos zur Ausstellung "Von Drachenkämpfern und anderen Helden"

Foto: G. Demming
Foto: G. Demming

Raubkunst: Ikonen-Museum half bei der Rückführung

 

Die monatlichen Begutachtungstermine im Ikonen-Museum halten so manche Überraschung bereit. Als zwei Schwestern aus Bocholt im Münsterland ihre geerbte Ikone Frau Dr. Haustein-Bartsch, der Leiterin des Ikonen-Museums, zur Prüfung vorlegten, war schnell klar: Es handelt sich um ein besonderes Stück, denn die in altrussischer Sprache verfasste  Widmung auf der Rückseite der Muttergottesikone besagte, dass diese dem russischen Großfürsten Alexej Alexandrowitsch - einem Bruder von Zar Alexander III. - am 21. Mai 1875 von der russischen Gemeinde des hl. Andreas auf dem Berg Athos in Griechenland geschenkt wurde.

Frau Dr. Haustein-Bartsch nahm Kontakt zu Prof. Wolfgang Eichwede von der Universität Bremen auf, einem Experten für Beutekunst, die während des Zweiten Weltkriegs aus Russland gestohlen wurde. Tatsächlich fand sich die Ikone auf der Verlustliste der russischen Museen. Als rechtmäßiger Besitzer ließ sich das Museum der Zarenresidenz Zarskoje Selo (Puschkin) ermitteln. Für die überraschten Schwestern stand schnell fest, dass die Muttergottesikone an den rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden müsse. In Zarskoje Selo war die Freude groß, die als wundertätig geltende Ikone am 26. März wieder entgegennehmen zu können. Sie soll nun im Alexanderpalast ausgestellt werden.

Osteuropa-Kolleg NRW nimmt Arbeit auf

 

Am Mittwoch, 4. November 2015, fand an der Ruhr-Universität Bochum die feierliche Eröffnung des Osteuropa-Kollegs NRW statt, zu dessen Gründungsmitgliedern auch das Ikonen-Museum zählt.

Unter Federführung der Ruhr-Universität Bochum arbeiten im neuen Kolleg etwa 20 Partner aus verschiedenen Institutionen standortübergreifend zusammen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Osteuropa-Forschung zu stärken, neue Lehrveranstaltungen und Ausstellungen zu initiieren und durch gemeinsame Aktivitäten ein breiteres Publikum zu erreichen.

 

Zur Webpräsenz des Osteuropa-Kollegs NRW

Foto: Th. Nowaczyk / Recklinghäuser Zeitung

Ikonenschätze beeindrucken Staatssekretär Neuendorf

 

Auf seiner Visite in Recklinghausen am 16. Oktober 2015 machte NRW-Kulturstaatssektetär Bernd Neuendorf auch im Ikonen-Museum halt und zeigte sich beeindruckt von der reichen Sammlung, die Museumsleiterin Dr. Eva Haustein-Bartsch dem Gast aus Düsseldorf persönlich näher brachte. „Ein wunderbares Museum an einem Ort, wo man es nicht unbedingt erwartet“ schwärmte Neuendorf, „eine Perle am Kulturstandort Nordrhein-Westfalen“. Das Foto zeigt Bernd Neuendorf (mi.) neben Bürgermeister Christoph Tesche (li.), Prof. Ferdinand Ullrich (2. v. li.), Direktor der Recklinghäuser Museen, und Dr. Eva Haustein-Bartsch (re.).

Foto: L. Nolte

Ikonen schmücken den neuen Kirchplatz

 

Seit Oktober 2015 sind an einer Hausfassade am neu gestalteten Kirchplatz großformatige Transparente mit Werken aus dem Ikonen-Museum und dem Museum Jerke zu sehen. Wer etwas über die Motive wissen will, kann sich über eine Infotafel, die sich an der Fassade befindet, schlau machen … oder entscheidet sich für einen Blick auf das Original, schließlich sind es ja nur wenige Schritte ins Ikonen-Museum.

"Magische Bilder": Der Film ist jetzt online

 

Im Frühjahr 2015 machte das Projekt "Unsere Museen: Sehen lernen, die Welt entdecken" für Kinder und Jugendliche über mehrere Wochen Station im Ikonen-Museum. In dieser Zeit entstand ein Film mit dem vielsagenden Titel "Magische Bilder". Premiere feierte die Dokumentation bereits im Juni, nun kann man das 15-minütige Werk, das sich vor allem an junge Zuschauer richtet, auch im Internet ansehen. Der Link zum Film befindet sich direkt hier unten ...

 

Hier geht's zum Film "Magische Bilder"

Führungen und Workshops auf einen Blick

 

Das komplette Angebot an Gruppenführungen für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und Familien sowie alle Workshops gibt es nun kompakt zusammengefasst in einer Info-Broschüre.

Der Flyer ist ab sofort im Ikonen-Museum erhältlich oder als Download verfügbar.

 

Flyer "Führungen im Ikonen-Museum Recklinghausen" pdf (617 KB)