Aktuell

Aktuell

Verlängerte Öffnungszeit zur "Vestiwall"-Eröffnung

 

Zur Eröffnung der Veranstaltung "Vestiwall" in der Krim am Freitag, dem 29. Juli bleibt das Ikonen-Museum bis 22 Uhr geöffnet.

Ab 18 Uhr zahlen Besucher nur den ermäßigten Eintrittspreis

von 3 Euro.

 

Weitere Infos zum "Vestiwall"-Programm

Foto: B. Munker

Kinderworkshop am 20. August

 

Am 20. August bietet das Ikonen-Museum einen Workshop für Kinder ab 6 Jahren an.

Dauer: 14 bis 16 Uhr

Anmeldung erforderlich unter Tel.: 02361-50 1941

Das Entschlafen der Muttergottes, Russland, Anfang 14. Jh.

"Ikone des Monats" August: Das Entschlafen der Muttergottes

 

Das Fest des Entschlafens der Muttergottes am 15. August ist das bedeutendste Marienfest. Da die orthodoxe Kirche der Vorstellung von der leiblichen Himmelfahrt Mariä distanziert gegenübersteht, liegt das Schwergewicht auf der Darstellung von der Aufnahme der Seele der Muttergottes in den Himmel.

Die tote Maria liegt auf einem Bett ausgestreckt, das die trauernden Apostel in zwei Gruppen umstehen. Im Zentrum erscheint Christus in einer Lichtgloriole und nimmt die in Form eines Wickelkindes dargestellte Seele seiner Mutter in Empfang, um sie dann den Engeln zu übergeben, die sie in den Himmel tragen.

Vor dem roten Vorhang, der vom Lager der Muttergottes herabfällt, ist eine Szene gemalt, die ebenfalls einer Legende entnommen ist. Ein Jude namens Jephonias eilte heran, um die Bahre umzuwerfen und die Trauerfeierlichkeiten zu stören. In diesem Moment erschien ein Engel und schlug ihm mit einem Schwert beide Hände ab. Erst als Jephonias auf den Rat von Petrus hin ein Gebet an die Muttergottes richtete, fügten sich seine Hände auf wundersame Weise wieder den Armen an.

 

 

Hier finden Sie alle "Ikonen des Monats" zum Nachlesen

Muttergottes aus einer Deesis, Russland (Moskau), 2. Viertel 16. Jh.

Großzügige Schenkung zum 60-jährigen Jubiläum

 

Das Ikonen-Museum Recklinghausen konnte aus Anlass seines 60-jährigen Jubiläums eine großzügige Schenkung des Fördervereins des Museums, der Gesellschaft EIKON e.V., entgegen nehmen: Die Ikone „Muttergottes aus einer Deesis“ ist nahezu 500 Jahre alt und komplettiert ein Ensemble von russischen Ikonen, die bereits zum „Urbestand“ des Museums gehörten.

Es war eine große Überraschung, als ein niederländischer Ikonen-

händler vor Kurzem dem Ikonen-Museum eine schmale Ikone der Muttergottes anbot, die er auf einer Auktion erworben hatte und feststellte, dass sie zu einer kleinformatigen Deesis (einer Fürbittreihe) gehörte, von der das Ikonen-Museum bereits drei Tafeln besitzt. Bereits 1955 waren die Ikonen von Johannes dem Täufer und den Aposteln Petrus und Paulus angekauft worden. Schon vor vielen Jahren entdeckte die Kustodin des Ikonen-Museums, Dr. Eva Haustein-Bartsch, eine Ikone des thronenden „Christus Pantokrator“ in der Sammlung des Prager Nationalmuseums, die ursprünglich das Zentrum dieser Reihe bildete. Die Muttergottes und Johannes der Täufer wenden sich Christus von beiden Seiten zu, um Fürbitte für die Menschen am Jüngsten Gericht einzulegen, gefolgt von den Erzengeln Michael und Gabriel (deren Verbleib bisher unbekannt ist) und den Aposteln Petrus und Paulus. Eine solche, noch um weitere Heilige erweiterte Deesisreihe bildet mit oft meterhohen Ikonentafeln das ideelle und kompositorische Zentrum der Bilderwände (Ikonostasen) orthodoxer Kirchen. Die nur knapp 20 cm hohen Täfelchen aus dem Ikonen-Museum waren dagegen wohl für den privaten Gebrauch bestimmt.

Ausstellungsraum im Ikonen-Museum damals ...
... und heute.

60 Jahre Ikonen-Museum Recklinghausen

 

In diesem Jahr feiert das Ikonen-Museums sein 60-jähriges Bestehen. 1956 erwarb die Stadt Recklinghausen zwei bedeutende Ikonensammlungen, die kurz zuvor im Rahmen einer Ausstellung in der städtischen Kunsthalle zu sehen waren. Der Ankauf gilt als die Geburtsstunde des Ikonen-Museums, welches bis heute im historischen Gebäude der ehemaligen Turmschule im Stadtzentrum von Recklinghausen beheimatet ist. Damals, zur Eröffnung, startete man mit 220 Ikonen. Heute umfasst die bedeutendste Sammlung für ostkirchliche Kunst außerhalb der orthodoxen Länder mehr als 3500 Exponate.

Der Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist die Sonderausstellung „Von Drachenkämpfern und anderen Helden. Kriegerheilige auf Ikonen“, die ab dem 2. Oktober im Ikonen-Museum zu sehen sein wird. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.

 

Infos zur Ausstellung "Von Drachenkämpfern und anderen Helden"

Foto: G. Demming
Foto: G. Demming

Raubkunst: Ikonen-Museum half bei der Rückführung

 

Die monatlichen Begutachtungstermine im Ikonen-Museum halten so manche Überraschung bereit. Als zwei Schwestern aus Bocholt im Münsterland ihre geerbte Ikone Frau Dr. Haustein-Bartsch, der Leiterin des Ikonen-Museums, zur Prüfung vorlegten, war schnell klar: Es handelt sich um ein besonderes Stück, denn die in altrussischer Sprache verfasste  Widmung auf der Rückseite der Muttergottesikone besagte, dass diese dem russischen Großfürsten Alexej Alexandrowitsch - einem Bruder von Zar Alexander III. - am 21. Mai 1875 von der russischen Gemeinde des hl. Andreas auf dem Berg Athos in Griechenland geschenkt wurde.

Frau Dr. Haustein-Bartsch nahm Kontakt zu Prof. Wolfgang Eichwede von der Universität Bremen auf, einem Experten für Beutekunst, die während des Zweiten Weltkriegs aus Russland gestohlen wurde. Tatsächlich fand sich die Ikone auf der Verlustliste der russischen Museen. Als rechtmäßiger Besitzer ließ sich das Museum der Zarenresidenz Zarskoje Selo (Puschkin) ermitteln. Für die überraschten Schwestern stand schnell fest, dass die Muttergottesikone an den rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden müsse. In Zarskoje Selo war die Freude groß, die als wundertätig geltende Ikone am 26. März wieder entgegennehmen zu können. Sie soll nun im Alexanderpalast ausgestellt werden.

Osteuropa-Kolleg NRW nimmt Arbeit auf

 

Am Mittwoch, 4. November 2015, fand an der Ruhr-Universität Bochum die feierliche Eröffnung des Osteuropa-Kollegs NRW statt, zu dessen Gründungsmitgliedern auch das Ikonen-Museum zählt.

Unter Federführung der Ruhr-Universität Bochum arbeiten im neuen Kolleg etwa 20 Partner aus verschiedenen Institutionen standortübergreifend zusammen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Osteuropa-Forschung zu stärken, neue Lehrveranstaltungen und Ausstellungen zu initiieren und durch gemeinsame Aktivitäten ein breiteres Publikum zu erreichen.

 

Zur Webpräsenz des Osteuropa-Kollegs NRW

Foto: Th. Nowaczyk / Recklinghäuser Zeitung

Ikonenschätze beeindrucken Staatssekretär Neuendorf

 

Auf seiner Visite in Recklinghausen am 16. Oktober 2015 machte NRW-Kulturstaatssektetär Bernd Neuendorf auch im Ikonen-Museum halt und zeigte sich beeindruckt von der reichen Sammlung, die Museumsleiterin Dr. Eva Haustein-Bartsch dem Gast aus Düsseldorf persönlich näher brachte. „Ein wunderbares Museum an einem Ort, wo man es nicht unbedingt erwartet“ schwärmte Neuendorf, „eine Perle am Kulturstandort Nordrhein-Westfalen“. Das Foto zeigt Bernd Neuendorf (mi.) neben Bürgermeister Christoph Tesche (li.), Prof. Ferdinand Ullrich (2. v. li.), Direktor der Recklinghäuser Museen, und Dr. Eva Haustein-Bartsch (re.).

Foto: L. Nolte

Ikonen schmücken den neuen Kirchplatz

 

Seit Oktober 2015 sind an einer Hausfassade am neu gestalteten Kirchplatz großformatige Transparente mit Werken aus dem Ikonen-Museum und dem Museum Jerke zu sehen. Wer etwas über die Motive wissen will, kann sich über eine Infotafel, die sich an der Fassade befindet, schlau machen … oder entscheidet sich für einen Blick auf das Original, schließlich sind es ja nur wenige Schritte ins Ikonen-Museum.

"Magische Bilder": Der Film ist jetzt online

 

Im Frühjahr 2015 machte das Projekt "Unsere Museen: Sehen lernen, die Welt entdecken" für Kinder und Jugendliche über mehrere Wochen Station im Ikonen-Museum. In dieser Zeit entstand ein Film mit dem vielsagenden Titel "Magische Bilder". Premiere feierte die Dokumentation bereits im Juni, nun kann man das 15-minütige Werk, das sich vor allem an junge Zuschauer richtet, auch im Internet ansehen. Der Link zum Film befindet sich direkt hier unten ...

 

Hier geht's zum Film "Magische Bilder"

Führungen und Workshops auf einen Blick

 

Das komplette Angebot an Gruppenführungen für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und Familien sowie alle Workshops gibt es nun kompakt zusammengefasst in einer Info-Broschüre.

Der Flyer ist ab sofort im Ikonen-Museum erhältlich oder als Download verfügbar.

 

Flyer "Führungen im Ikonen-Museum Recklinghausen" pdf (617 KB)