Aktuell

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Ikonen-Museum und S. Peter: 1960 und heute

Museums-Jubiläum: Freier Eintritt!

 

Am Sonntag, den 21. Juli feiert das Ikonen-Museum Recklinghausen seinen 63. Geburtstag!

 

Zur Feier des Tages erhalten Besucherinnen und Besucher freien Eintritt in das weltweit bedeutendste Museum ostkirchlicher Kunst außerhalb der orthodoxen Länder und haben die Gelegenheit, zahlreiche Ikonen, Goldstickereien, Miniaturen und Holz- und Metallarbeiten aus Russland, Griechenland und den Balkanländern aus dem umfassenden Zeitraum vom 13. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts aus nächster Nähe kennenzulernen und zu bestaunen.

 

Zusätzlich können sich alle Besucher über ein kleines Präsent freuen!

Koptische Abteilung im Ikonen-Museum

Nach den Pharaonen: Öffentliche Führung durch die Koptische Abteilung

 

Am Sonntag, dem 21. Juli findet um 15 Uhr eine öffentliche Führung statt, die sich ausschließlich der Koptischen Sammlung im Ikonen-Museum widmet.

 

Nutzen Sie die Gelegenheit, die bedeutende Sammlung koptischer Kunst und die meist nur wenig bekannte Kultur des spätantiken Ägyptens mit fachkundiger Unterstützung kennenzulernen: An diesem Sonntag ist der Eintritt frei und es gibt ein kleines Geschenk für alle Besucherinnen und Besucher!

 

Das alte Ägypten ist vor allem als Land der Pharaonen mit seinen Pyramiden, Tempeln und Gräbern bekannt. Doch was geschah eigentlich nach dieser 3000-jährigen Epoche? Die Koptologin Dr. Carola Nafroth gibt aufschlussreiche Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Landes im ersten nachchristlichen Jahrtausend. Waren es anfangs Griechen und Römer, die ihre Spuren hinterließen, so entstand mit der Ausbreitung des Christentums in Ägypten die koptische Kultur. Anhand ausgewählter Objekte wie Statuen, Reliefs, Mumienportraits und Textilien wird der Wechsel von der heidnischen Antike zur frühen christlichen Kunst nachvollziehbar.

 

 Die Führung selbst ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich.

Hl. Marina, Russland (Mstera), 1892

Neuer Beitrag: Ikone des Monats Juli

 

Unter der Rubrik "Sammlung" befindet sich die Unterrubrik "Ikonen des Monats". Dort können Sie diesen Monat einen informativen Text über eine Ikone der hl. Marina von Antiochia lesen.

 

Zum Beitrag

 

 

Führungen und Workshops auf einen Blick

 

Das komplette Angebot an Gruppenführungen für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und Familien sowie alle Workshops gibt es nun kompakt zusammengefasst in einer Broschüre an der Besuchertheke des Ikonen-Museums und steht hier auch als Download zur Verfügung.

 

Zum Programmheft

Russisches Osterei (Papiermaché, Ende 19. Jhd.)

Ostereier mit Überraschung

 

Unter der dem Förderverein des Museums (EIKON - Gesellschaft der Freunde der Ikonenkunst e. V.) gewidmeten Rubrik finden Sie einen neuen Beitrag des EIKON-Mitglieds und Ikonen-Experten Herrn Stefan Jeckel, der Sie in die Welt russischer Ostereier entführt. Lassen Sie sich von der Kunstfertigkeit und Vielfalt dieser Objekte überraschen!

 

Zu EIKON

Ikonenschreiben auf Kreta

 

Sehr gerne weisen wir auf einen von der Evangelischen Erwachsenenbildung Thüringen angebotenen Ikonenschreibkurs hin, der vom 9. bis 23. November 2019 auf Kreta stattfinden wird. Der Aufenthalt an der Orthodoxen Akademie inmitten einer einzigartigen Kulturlandschaft wird die TeilnehmerInnen sicherlich in vielerlei Hinsicht bereichern!

Informationen dazu entnehmen Sie bitte dieser Broschüre:

 

EEBT Einladung Ikonenschreiben

 

Bei weiteren Fragen bitten wir Sie, sich direkt mit dem Veranstalter in Verbindung zu setzen.

 

 

Muttergottes Hodegetria-Smolenskaja, Russland, 19. Jh.

Aktuelle Ausstellung

 

HOLY METAL

Russische Metallikonen aus dem Nachlass Gustav und Rose-Marie Wörner

 

Dauer der Ausstellung:
11. November 2018 – noch laufend

 

Mehr Infos

Zum Ausstellungsflyer

60 Jahre EIKON – Gesellschaft der Freunde der Ikonenkunst e.V.

 

Im Juli 1956 öffnete das Ikonen-Museum Recklinghausen seine Pforten. Knapp zwei Jahre später fand in den Räumlichkeiten des Museums eine weitere wichtige Gründung statt: Der Förderverein EIKON – Gesellschaft der Freunde der Ikonenkunst e.V. wurde am 1. Februar 1958 ins Leben gerufen. Aufgabe der Gesellschaft sollte es sein, das Studium ostkirchlicher Kunst, besonders der Ikonen, zu fördern und zu pflegen und daran interessierte Personen zusammenzuführen. In seinem nun 60-jährigen Bestehen hat EIKON das Ikonen-Museum auf vielfältige Weise – durch Spenden, Schenkungen und Leihgaben sowie bei der Finanzierung von Ausstellungskatalogen – unterstützt. Viele Aktivitäten des Museums wären ohne die Mitwirkung des Vereins undenkbar. Durch seine Aktivitäten hat die EIKON-Gesellschaft wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung und zum Profil des Ikonen-Museums in Recklinghausen beigetragen.

 

„Sehen lernen, die Welt entdecken“ im Ikonen-Museum

 

Das Projekt „Sehen lernen, die Welt entdecken“ hat seine letzte Station im Ikonen-Museum gemacht. Unter dem Titel „Von Helden und Heiligen“ erkundeten neun Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 13 Jahren das Museum und entdeckten die Legenden, die sich hinter den Ikonen verbergen. Wie schon im vorangegangenen Teilprojekt, suchten die Teilnehmer einen Heiligen aus, um ihn zum Protagonisten in einem selbst erstellten Trickfilm zu machen. Inspiriert durch die Ikone des hl. Nikolaus, setzten sie eine der bekanntesten Legenden aus dem Leben des Heiligen um. Das Kooperationsprojekt wurde zusammen mit der Albert-Schweitzer-Schule, der Käthe-Kollwitz-Schule und der Otto-Burrmeister-Realschule durchgeführt und vom Deutschen Museumsbund e.V. und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung durch das Programm „Kultur macht stark!“ gefördert.

 

Hier geht's zum Film

 

Weitere Infos zum "Museum-macht-stark"-Projekt

Hl. Erzbischof Feodosij von Černigov, Russland (Mstera), um 1900

Ein herausragendes Beispiel der Ikonenmalerei um 1900

 

In der Mitte unserer dritten Neuerwerbung steht der hl. Erz­­bi­schof Feodosij von Černigov (oder ukrainisch: Černihiv) in einem prächtigen Bischofsornat mit Mitra und Bischofsstab. Er wurde während der Regierungszeit des letzten russi­schen Zaren Nikolaus II. im Jahre 1896 kanonisiert und erlangte danach enorme Popularität. Geboren wurde er in den 1630er Jahren im Gouvernement von Podol'sk als Sohn eines Priesters. Er studierte im Kiever Brüder­kollegium beim dortigen Theo­­phanie-Kloster. In jener Zeit war es das Hauptzentrum der Orthodoxen im Kampf gegen die Jesuiten, welche den Katholizismus und die Union verbreiten wollten. Nach Ende seines Studiums wurde er im Höhlenkloster von Kiev zum Mönch geweiht. Nach mehreren Stationen in verschiedenen Klöstern der heutigen Ukraine wurde er 1692 in Moskau zum Erzbischof von Černigov geweiht. In seiner Amtszeit erneuerte und gründete er eine Reihe von Klöstern in seinem Sprengel und kümmerte sich besonders um die Ausbildung des Klerus. Am 6. Februar 1696 starb Feodosij und wurde in der Kathedrale der hll. Boris und Gleb in Černigov beigesetzt und genau 200 Jahre später heiliggesprochen.

Im Hintergrund ist links das Collegium von Černigov dargestellt, das ehe­mals zum dortigen Boris- und Gleb-Kloster, der Residenz der Erzbischöfe von Černigov, gehörte, in dem der hl. Feodosij bestattet wurde. Das in der zweiten Hälfte des 17. Jahr­hunderts erbaute zweistöckige Gebäu­de war ursprünglich ein Refektorium und erhielt 1700–1702 einen Glockenturm. Auf der rechten Seite ist die Verklärungskathedrale von Černigov wieder­geben, die 1036 errichtet wurde und somit die älteste Kathedrale der Kiever Rus' ist. Die beiden markanten Türme stammen jedoch größtenteils aus der Zeit von 1770 und 1799, als die Kirche nach einem Brand restauriert wurde.

Die Ikone ist ein besonders herausragendes Beispiel der Ikonenmalerei aus der Zeit um 1900 und könnte von einem der bedeutendsten Maler dieser Zeit im Malerdorf Mstera geschaffen worden sein.