Aktuell

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Hl. Isaakios vom Dalmatos-Kloster, Russland, nach 1861

"Ikone des Monats" Mai: Hl. Isaakios vom Dalmatos-Kloster

 

Am 30. Mai ist der Gedenktag des selten dargestellten hl. Isaakios vom Dalmatos-Kloster in Konstantinopel, der im 4. Jahrhundert lebte. Der

30. Mai war auch der Geburtstag des russischen Zaren Peter des Großen, der Isaakios deshalb zum Patron der Romanov-Dynastie bestimmte.  Ihm zu Ehren ließ Zar Peter in der 1703 gegründeten neuen Hauptstadt Sankt Petersburg die berühmte Isaakij-Kathedrale bauen.

In den oberen Ecken sind zwei „Nebenikonen“ eingefügt: links Christus mit dem Abendmahlskelch, rechts die „Muttergottes Unerwartete Freude“. 

Besonders interessant ist die lange Inschrift unten, in der die Abschaf­fung der Leibeigenschaft am 3. August 1861 durch den Zaren Aleksandr II. gepriesen wird. Inschriften mit politischem Inhalt sind auf Ikonen äußerst rar.

 

Hier finden Sie alle "Ikonen des Monats" zum Nachlesen

Öffentliche Führung

 

Am Sonntag, dem 4. Juni, findet um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch das Ikonen-Museum statt.

Den Rundgang durch die bedeutendste Sammlung ostkirchlicher Kunst außerhalb der orthodoxen Länder leitet die Kunsthistorikerin Elisabeth Goeke-Mayr.

Die Führung ist kostenlos. Besucher zahlen lediglich den Eintritt von

6 Euro (ermäßigt 3 Euro). Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Web-TV macht Station im Ikonen-Museum

 

Der webTV-Sender RE-TV hat sich zwei Tage lang im Altstadtbezirk "Krim" umgeschaut. Da gehört natürlich ein Besuch im Ikonen-Museum mit zum Programm. Beim Interviewtermin erklärt Museumsleiterin Dr. Eva Haustein-Bartsch unter anderem, warum das bedeutendste Ikonen-Museum außerhalb der orthodoxen Länder gerade in Recklinghausen beheimatet ist und wieso das Prunkstück der Sammlung, der großformatige russische Jahreskalender, eine deutlich sichtbare Wölbung aufweist.

Wer noch weitere Details rund um das Ikonen-Museum erfahren möchte, sollte sich das viertelstündige Interview in voller Länge anschauen.

 

Zum Beitrag auf RE-TV

„Sehen lernen, die Welt entdecken“ kommt wieder ins Ikonen-Museum

 

Das Projekt „Sehen lernen, die Welt entdecken“ macht erneut Station im Ikonen-Museum. Unter dem Titel „Von Helden und Heiligen“ erkunden Schülerinnen und Schüler im Alter von elf bis zwölf Jahren das Museum und entdecken die Legenden, die sich hinter den Ikonen verbergen. Anschließend wählen sie einen Heiligen aus, um ihn zum Protagonisten in einem selbst erstellten Trickfilm zu machen. Das Kooperationsprojekt mit der Albert-Schweitzer-Schule, der Käthe-Kollwitz-Schule und der Otto-Burrmeister-Realschule wird seit 2014 vom Deutschen Museumsbund e.V. und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung durch das Programm „Kultur macht stark!“ gefördert.

 

 

Drachentöter-Legende als Trickfilm

 

Die Kinder aus dem Museumsprojekt "Unsere Museen: Sehen lernen, die Welt entdecken" haben sich die Geschichte vom heiligen Georg vorgenommen und dazu einen Trickfilm erstellt. Die jungen Filmkünstler machten sich die Jubiläumsschau "Von Drachenkämpfern und anderen Helden. Kriegerheilige auf Ikonen" zunutze, wo sie gleich mehere Ikonen mit der Georgslegende antreffen konnten. Den kurzen, aber fantasievoll gestalteten Film kann man sich jetzt online anschauen.

 

Hier geht's zum Trickfilm

 

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Geburt Christi, Russland, Anfang 20. Jh.

Das Ikonen-Museum erstrahlt in neuem Licht!

 

Pünktlich zu den Weihnachtstagen ist die Ausstellungsbeleuchtung im Ikonen-Museum fast komplett auf LEDs umgestellt. Alle Details der Ikonen sind jetzt viel deutlicher sichtbar, die Farben erstrahlen klarer und intensiver. Doch nicht nur für die Besucher bringt die neue Beleuchtung Vorteile: Die Energiekosten werden um ca. 65% sinken, und die erheblich längere Lebensdauer der Leuchtmittel bringt zusätzlich eine große Kostenersparnis. Außerdem wird die Umwelt mit weniger Müll belastet.

 

 

Muttergottes aus einer Deesis, Russland (Moskau), 2. Viertel 16. Jh.

Großzügige Schenkung zum 60-jährigen Jubiläum

 

Das Ikonen-Museum Recklinghausen konnte aus Anlass seines 60-jährigen Jubiläums eine großzügige Schenkung des Fördervereins des Museums, der Gesellschaft EIKON e.V., entgegen nehmen: Die Ikone „Muttergottes aus einer Deesis“ ist nahezu 500 Jahre alt und komplettiert ein Ensemble von russischen Ikonen, die bereits zum „Urbestand“ des Museums gehörten.

Es war eine große Überraschung, als ein niederländischer Ikonen-

händler vor Kurzem dem Ikonen-Museum eine schmale Ikone der Muttergottes anbot, die er auf einer Auktion erworben hatte und feststellte, dass sie zu einer kleinformatigen Deesis (einer Fürbittreihe) gehörte, von der das Ikonen-Museum bereits drei Tafeln besitzt. Bereits 1955 waren die Ikonen von Johannes dem Täufer und den Aposteln Petrus und Paulus angekauft worden. Schon vor vielen Jahren entdeckte die Kustodin des Ikonen-Museums, Dr. Eva Haustein-Bartsch, eine Ikone des thronenden „Christus Pantokrator“ in der Sammlung des Prager Nationalmuseums, die ursprünglich das Zentrum dieser Reihe bildete. Die Muttergottes und Johannes der Täufer wenden sich Christus von beiden Seiten zu, um Fürbitte für die Menschen am Jüngsten Gericht einzulegen, gefolgt von den Erzengeln Michael und Gabriel (deren Verbleib bisher unbekannt ist) und den Aposteln Petrus und Paulus. Eine solche, noch um weitere Heilige erweiterte Deesisreihe bildet mit oft meterhohen Ikonentafeln das ideelle und kompositorische Zentrum der Bilderwände (Ikonostasen) orthodoxer Kirchen. Die nur knapp 20 cm hohen Täfelchen aus dem Ikonen-Museum waren dagegen wohl für den privaten Gebrauch bestimmt.

Hl. Erzbischof Feodosij von Černigov, Russland (Mstera), um 1900

Ein herausragendes Beispiel der Ikonenmalerei um 1900

 

In der Mitte unserer dritten Neuerwerbung steht der hl. Erz­­bi­schof Feodosij von Černigov (oder ukrainisch: Černihiv) in einem prächtigen Bischofsornat mit Mitra und Bischofsstab. Er wurde während der Regierungszeit des letzten russi­schen Zaren Nikolaus II. im Jahre 1896 kanonisiert und erlangte danach enorme Popularität. Geboren wurde er in den 1630er Jahren im Gouvernement von Podol'sk als Sohn eines Priesters. Er studierte im Kiever Brüder­kollegium beim dortigen Theo­­phanie-Kloster. In jener Zeit war es das Hauptzentrum der Orthodoxen im Kampf gegen die Jesuiten, welche den Katholizismus und die Union verbreiten wollten. Nach Ende seines Studiums wurde er im Höhlenkloster von Kiev zum Mönch geweiht. Nach mehreren Stationen in verschiedenen Klöstern der heutigen Ukraine wurde er 1692 in Moskau zum Erzbischof von Černigov geweiht. In seiner Amtszeit erneuerte und gründete er eine Reihe von Klöstern in seinem Sprengel und kümmerte sich besonders um die Ausbildung des Klerus. Am 6. Februar 1696 starb Feodosij und wurde in der Kathedrale der hll. Boris und Gleb in Černigov beigesetzt und genau 200 Jahre später heiliggesprochen.

Im Hintergrund ist links das Collegium von Černigov dargestellt, das ehe­mals zum dortigen Boris- und Gleb-Kloster, der Residenz der Erzbischöfe von Černigov, gehörte, in dem der hl. Feodosij bestattet wurde. Das in der zweiten Hälfte des 17. Jahr­hunderts erbaute zweistöckige Gebäu­de war ursprünglich ein Refektorium und erhielt 1700–1702 einen Glockenturm. Auf der rechten Seite ist die Verklärungskathedrale von Černigov wieder­geben, die 1036 errichtet wurde und somit die älteste Kathedrale der Kiever Rus' ist. Die beiden markanten Türme stammen jedoch größtenteils aus der Zeit von 1770 und 1799, als die Kirche nach einem Brand restauriert wurde.

Die Ikone ist ein besonders herausragendes Beispiel der Ikonenmalerei aus der Zeit um 1900 und könnte von einem der bedeutendsten Maler dieser Zeit im Malerdorf Mstera geschaffen worden sein.

Führungen und Workshops auf einen Blick

 

Das komplette Angebot an Gruppenführungen für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und Familien sowie alle Workshops gibt es nun kompakt zusammengefasst in einer Info-Broschüre.

Der Flyer ist ab sofort im Ikonen-Museum erhältlich oder als Download verfügbar.

 

Flyer "Führungen im Ikonen-Museum Recklinghausen" pdf (617 KB)